Aller Anfang ist natürlich schwer. Fünf Euro ins Phrasenschwein.
Mittlerweile aber geht es mit der Kommunikation voran. Ist natürlich noch lange nicht so als könnte ich mit jedem über alles reden - und in der Uni verstehe ich in dem einen Fach auch nur das über die Medien, was ich schon weiß - aber es ist Land in Sicht.
Zudem vergrößert sich ja nahezu täglich der Bekanntenkreis und irgendwann kommen wir vielleicht auch öfters mal über die Standartfragen (Wo kommst du her? Was studierst du? Wie gefällt dir Puebla? Etc.) hinau... Bohnanza ist da wirklich eine Wunderwaffe!
Wunderbar ist auch, dass ich nun ohne Reue an allen möglichen Straßenständen schlemmen kann. ;-)
Insgesamt also sind die anfänglichen Zweifel großteils verflogen und ich kann optimistisch auf die kommenden Wochen und Monate blicken!
Und nun ist die Steffi (Eine Freundin aus Kösching bei Ingolstadt, studiert in meinem Semester Journalistik in Eichstätt) zu Besuch. Habe sie gestern vom Flughafen in DF (Distrito Federal, also Mexiko-Stadt) abgeholt, sie kämpft gerade tapfer gegen den Jetlag...
Dieser Kollege steht in einem irren, undefinierbaren Laden, in dem es Zeug gibt... das kann man sich kaum vorstellen!
"Deutscher in traditioneller Kleidung und Bierglas mit Tafel, 180 cm." 12.900 Pesos sind rund 800 Euro...
Mittwoch, 8. September 2010
Montag, 6. September 2010
Die Geschichte mit dem Visum
Offiziell braucht man als Student ein Studentenvisum.
Das sagen die Behörden. Das hätte ich in Frankfurt mit einigen Passbildern beantragen – und dann persönlich abholen müssen. Ein paar Spatzen haben jedoch von den Eichstätter Dächern gepfiffen, dass auch ein Touristenvisum reichen würde...Das bekommt man direkt im Flugzeug, füllt es aus und lässt es sich dann am Flughafen abstempeln - fertig.
Visum für bis zu 180 Tage!
Der Clou ist nun: Ich muss mich um nichts mehr kümmern, nirgends muss ich mich eintragen und auch wenn ich innerhalb dieser 180 Tage das Land verlasse, komme ich wieder rein.
Quelle: Olivia vom internationalen Büro der Uni.
Es gibt hier aber auch einige Kollegen, die sich ein Studentenvisum besorgt haben.
Diese durften sich schon einmal auf neuen Passbildern verewigen, sich im Migrationsamt einfinden - und 1.000 Pesos (rund 63 Euro) bezahlen...
Es lebe die Faulheit! =)
Nein, ich habe mich ja aus ganz rationalen Gründen für das Touristenvisum entschieden!
PS: Man beachte meine kleine Umfrage in der rechten Spalte! Ich konnte sie leider nicht prominenter platzieren ohne das gesamte, sagenhafte Design zu verschieben.
Bitte abstimmen! =)
Sonntag, 5. September 2010
Der Tag danach
Wie geht es mir heute?
Wie erwartet habe ich einen exorbitanten Muskelkater vom stundenlangen Abstieg. Bei der Treppe nehme ich jede Stufe einzeln und auf die Toilette setze ich mich nicht, ich plumpse mehr. (Jegliche Wortwitze mit dem Plumpsklo erspare ich mir an dieser Stelle :-P)
Wie erwartet kratzt auch der Hals - aber zumindest habe ich mir nix schlimmeres eingefangen, wie es ausschaut.
Ansonsten verbringe ich den Tag damit zu regenerieren, meine Klamotten und vor allem Schuhe trockenzufönen und Hausaufgaben zu machen...
Wollte euch auch eigentlich nur wissen lassen, dass es mir ganz gut geht.
Und da der vorige Eintrag enorme Ausmaße angenommen hat, höre ich an dieser Stelle auch schon auf =)
Wie erwartet habe ich einen exorbitanten Muskelkater vom stundenlangen Abstieg. Bei der Treppe nehme ich jede Stufe einzeln und auf die Toilette setze ich mich nicht, ich plumpse mehr. (Jegliche Wortwitze mit dem Plumpsklo erspare ich mir an dieser Stelle :-P)
Wie erwartet kratzt auch der Hals - aber zumindest habe ich mir nix schlimmeres eingefangen, wie es ausschaut.
Ansonsten verbringe ich den Tag damit zu regenerieren, meine Klamotten und vor allem Schuhe trockenzufönen und Hausaufgaben zu machen...
Wollte euch auch eigentlich nur wissen lassen, dass es mir ganz gut geht.
Und da der vorige Eintrag enorme Ausmaße angenommen hat, höre ich an dieser Stelle auch schon auf =)
Dónde estááán? - Das Abenteuer "La Malinche"
Malinche, la: inaktiver Vulkan mit einer Höhe von 4.461 Meter im Parque Nacional Malintzin; ca 45 km von Puebla entfernt. Zudem Ziel unseres Ausfluges.
Busfahrer, der: In der mexikanischen Version unwissend, wo der Ort ist, wo er seine Reisegruppe hinbringen soll, fragt gerne Polizisten nach dem Weg, die ihn aber auch nicht wissen...
Wandergruppe, die: In der mexikanischen Version unwissend, wie man vom Gipfel auch wieder herunterkommt.
... und hier beginnt auch schon die Erfahrung, um die man mich nicht zu beneiden braucht. Aber von vorne:
Um 7 Uhr morgens ging es los mit einem extra gemieteten Minibus quasi vor der Haustür. Unsere Nachbarin Cynthia hat das organisiert. Mit an Bord: Insgesamt, glaube ich, vierzehn Personen - und ein kleiner Hund namens "sexy" :-D
Mit leichter Verspätung (siehe "Busfahrer") konnten wir dann unseren Aufstieg ab der Station auf 3.000 Metern beginnen.
Nachbarin Cynthia und meine Wenigkeit - natürlich nur gespielt außer Atem!
Manche waren allerdings so langsam, und andere so schnell, dass sich die Gruppe dann recht schnell gesplittet hat. Ich habe mich dann irgendwann einer Gruppe Mexikaner angeschlossen, als ich nicht mehr wusste, wo es weitergeht. "Weißt du, wo es langgeht?" "Ja, ich war schonmal hier".
Bis zum Gipfel ging es auch gut...
Die Gruppe in ihrer Gipfel-Besatzung. Am Ende waren es nur noch die beiden ganz oben.
Es ist wohl Brauch hier, sich am Gipfel zu verewigen - wenn man eine Spühdose hat.
Tja, und ein schönes Kreuz - wie in Bayern - gibt es natürlich auch nicht.
... doch wo war noch gleich der Rück"weg"??
Um es jetzt mal etwas kurz zu machen: Wir haben uns verlaufen - und zwar ganz schön!
Die Gruppe hat ihre Besatzung auch zwischendrin noch gewechselt (verloren, gefunden) und ich wusste recht schnell - so ab 15 Uhr - dass wir ein großes Problem hatten.
Wir (in der heißen Phase 4 Mexikaner und ich) sind dann also den Vulkan runtergelaufen - teilweise auf allen Vieren, an Grasbüscheln festhaltend. Die Chance, dass wir unsere Ausgangsstation noch finden würden, war entsprechend gering.
Ich hatte Angst. Ganz ehrlich, ich hatte echt ein bisschen Schiss...
Irgendwann würde es dunkel werden und wir hatten keinen Schimmer, wo wir waren. Die Mexikaner zwar noch frohen Mutes, ich nicht. Meine Beine haben vom steilen Abstieg schon gezittert, ich hatte nicht allzuviel gegessen, nicht allzuviel getrunken. Irgendwann, als ich mal Netz hatte und meine eigene Gruppe angerufen habe, habe ich dann auch noch meine Mexikaner aus den Augen verloren. Ich ging dann also einen ausgetrockneten Fluss entlang, alleine, orientierungslos, die Nacht erwartend. Zwar haben die Mexikaner immer mal wieder was gerufen, aber außer "Folge dem Fluss" hatte ich - schon akustisch - nichts verstanden und ich wusste ja auch nicht, ob das der goldene Weg sein würde, der mich rechtzeitig zumindest in ein Dorf führen würde. Netz hatte ich übrigens seit dem einen Telefonat nicht mehr...
Zwischenzeitlich hatte ich schon meine Situation in der Nacht im Kopf gehabt: Ich hatte noch nen halben Liter Wasser, zwei eklige Quesadillas vom Vortag. Meine Klamotten waren großteils nass (In Gipfelnähe waren es um die 0 Grad und ca 110 % Luftfeuchtigkeit, zudem der Schweiß vom Aufstieg) Socken und ein Shirt hatte ich zum Wechseln dabei...
Ich habe gebetet. Gebetet, dass ich vor Sonnenuntergang zumindest noch in irgendeinem Dorf ankommen würde.
Irgendwann standen meine Mexikaner wieder da im Flussbett. Sie hatten nen Mann getroffen, der angeblich wusste, wo es langgeht. Er hat uns dann ein Stück begleitet und irgendwann gesagt, wir müssten jetzt nur noch immer geradeaus gehen. Nicht mehr aufsteigen, nicht mehr runtergehen, nur geradeaus. Weniger als eine Stunde noch. Da habe ich erfahren, dass zwei der Jungs heute auch noch nach Puebla fahren und mich mitnehmen könnten. Ein Lichtblick.
Irgendwann, es dämmerte langsam, haben wir eine Straße erreicht, direkt ein Auto gesehen. Welch Zufall, welch Glück! Sie haben uns dann - mit 7 Mann in diesem kleinen alten klapprigen Auto und einem auf der Motorhaube - zu unserer Station gebracht. Allerdings nicht geradeaus, sondern ein gutes Stück bergab. Wir hätten also mit der Beschreibung des Mannes den Vulkan umrundet, unsere Station aber nie erreicht. Im Nachhinein habe ich erfahren, dass die Leute im Auto bereits von der Polizei/Bergwacht oder was auch immer losgeschickt wurden, uns zu suchen...
An der Station, es muss schon 19:30 gewesen sein, haben sowohl die mexikanische, als auch meine Gruppe gewartet. Abfahrt wäre um 18 Uhr gewesen. Ich habe meinen zweiten Pulli wiederbekommen, den ich einem aus der Reisegruppe geliehen hatte, als der im T-Shirt (!) am Gipfel stand - und einen Taco, von dem ich zweimal abgebissen habe, der aber dann auf der Heimfahrt regungslos auf meinem Schoß lag...
Ich war eine Mischung aus heilfroh und einfach nur fertig mit der Welt - physisch und psychisch.
Duschen, warmer Tee, ab uns Bett.
Nach all den Schrecken - auch wenn der Tag nicht lustig war - hinten raus noch ein Bild zum Schnunzeln =)
Busfahrer, der: In der mexikanischen Version unwissend, wo der Ort ist, wo er seine Reisegruppe hinbringen soll, fragt gerne Polizisten nach dem Weg, die ihn aber auch nicht wissen...
Wandergruppe, die: In der mexikanischen Version unwissend, wie man vom Gipfel auch wieder herunterkommt.
... und hier beginnt auch schon die Erfahrung, um die man mich nicht zu beneiden braucht. Aber von vorne:
Um 7 Uhr morgens ging es los mit einem extra gemieteten Minibus quasi vor der Haustür. Unsere Nachbarin Cynthia hat das organisiert. Mit an Bord: Insgesamt, glaube ich, vierzehn Personen - und ein kleiner Hund namens "sexy" :-D
Mit leichter Verspätung (siehe "Busfahrer") konnten wir dann unseren Aufstieg ab der Station auf 3.000 Metern beginnen.
Nachbarin Cynthia und meine Wenigkeit - natürlich nur gespielt außer Atem!
Manche waren allerdings so langsam, und andere so schnell, dass sich die Gruppe dann recht schnell gesplittet hat. Ich habe mich dann irgendwann einer Gruppe Mexikaner angeschlossen, als ich nicht mehr wusste, wo es weitergeht. "Weißt du, wo es langgeht?" "Ja, ich war schonmal hier".
Bis zum Gipfel ging es auch gut...
Die Gruppe in ihrer Gipfel-Besatzung. Am Ende waren es nur noch die beiden ganz oben.
Es ist wohl Brauch hier, sich am Gipfel zu verewigen - wenn man eine Spühdose hat.
Tja, und ein schönes Kreuz - wie in Bayern - gibt es natürlich auch nicht.
... doch wo war noch gleich der Rück"weg"??
Um es jetzt mal etwas kurz zu machen: Wir haben uns verlaufen - und zwar ganz schön!
Die Gruppe hat ihre Besatzung auch zwischendrin noch gewechselt (verloren, gefunden) und ich wusste recht schnell - so ab 15 Uhr - dass wir ein großes Problem hatten.
Wir (in der heißen Phase 4 Mexikaner und ich) sind dann also den Vulkan runtergelaufen - teilweise auf allen Vieren, an Grasbüscheln festhaltend. Die Chance, dass wir unsere Ausgangsstation noch finden würden, war entsprechend gering.
Ich hatte Angst. Ganz ehrlich, ich hatte echt ein bisschen Schiss...
Irgendwann würde es dunkel werden und wir hatten keinen Schimmer, wo wir waren. Die Mexikaner zwar noch frohen Mutes, ich nicht. Meine Beine haben vom steilen Abstieg schon gezittert, ich hatte nicht allzuviel gegessen, nicht allzuviel getrunken. Irgendwann, als ich mal Netz hatte und meine eigene Gruppe angerufen habe, habe ich dann auch noch meine Mexikaner aus den Augen verloren. Ich ging dann also einen ausgetrockneten Fluss entlang, alleine, orientierungslos, die Nacht erwartend. Zwar haben die Mexikaner immer mal wieder was gerufen, aber außer "Folge dem Fluss" hatte ich - schon akustisch - nichts verstanden und ich wusste ja auch nicht, ob das der goldene Weg sein würde, der mich rechtzeitig zumindest in ein Dorf führen würde. Netz hatte ich übrigens seit dem einen Telefonat nicht mehr...
Zwischenzeitlich hatte ich schon meine Situation in der Nacht im Kopf gehabt: Ich hatte noch nen halben Liter Wasser, zwei eklige Quesadillas vom Vortag. Meine Klamotten waren großteils nass (In Gipfelnähe waren es um die 0 Grad und ca 110 % Luftfeuchtigkeit, zudem der Schweiß vom Aufstieg) Socken und ein Shirt hatte ich zum Wechseln dabei...
Ich habe gebetet. Gebetet, dass ich vor Sonnenuntergang zumindest noch in irgendeinem Dorf ankommen würde.
Irgendwann standen meine Mexikaner wieder da im Flussbett. Sie hatten nen Mann getroffen, der angeblich wusste, wo es langgeht. Er hat uns dann ein Stück begleitet und irgendwann gesagt, wir müssten jetzt nur noch immer geradeaus gehen. Nicht mehr aufsteigen, nicht mehr runtergehen, nur geradeaus. Weniger als eine Stunde noch. Da habe ich erfahren, dass zwei der Jungs heute auch noch nach Puebla fahren und mich mitnehmen könnten. Ein Lichtblick.
Irgendwann, es dämmerte langsam, haben wir eine Straße erreicht, direkt ein Auto gesehen. Welch Zufall, welch Glück! Sie haben uns dann - mit 7 Mann in diesem kleinen alten klapprigen Auto und einem auf der Motorhaube - zu unserer Station gebracht. Allerdings nicht geradeaus, sondern ein gutes Stück bergab. Wir hätten also mit der Beschreibung des Mannes den Vulkan umrundet, unsere Station aber nie erreicht. Im Nachhinein habe ich erfahren, dass die Leute im Auto bereits von der Polizei/Bergwacht oder was auch immer losgeschickt wurden, uns zu suchen...
An der Station, es muss schon 19:30 gewesen sein, haben sowohl die mexikanische, als auch meine Gruppe gewartet. Abfahrt wäre um 18 Uhr gewesen. Ich habe meinen zweiten Pulli wiederbekommen, den ich einem aus der Reisegruppe geliehen hatte, als der im T-Shirt (!) am Gipfel stand - und einen Taco, von dem ich zweimal abgebissen habe, der aber dann auf der Heimfahrt regungslos auf meinem Schoß lag...
Ich war eine Mischung aus heilfroh und einfach nur fertig mit der Welt - physisch und psychisch.
Duschen, warmer Tee, ab uns Bett.
Freitag, 3. September 2010
Mein neues Bohnenfeld
Endlich habe ich es mal geschafft, mit ein paar Mexikanern Bohnanza zu spielen! :)
Es wurde auch höchste Zeit, hatte schon Entzugserscheinungen...
Das Spiel zu erklären, war natürlich nicht ganz so einfach, aber es hat funktioniert.
Sie haben es anfangs ein bisschen belächelt, sich aber dann aber wie die Schneekönige gefreut, als sie es geschallt haben :)
Die Brechbohne haben sie übrigens kurzerhand "borracha" - also Betrunkene - getauft...
Und so sieht das aus, wenn Mexikaner Bohnen in der Hand haben:
Humanes: Anne, Danny, Julián, Alex, Patrick (von links nach rechs)
Frijoles: jardín, rojo, ojo, soja, vomitar alias borracha, cerda, fuego y azul (im Wert absteigend)
Von Julián habe ich auch mein bislang schönsten Kompliment bekommen. Er meinte ich hätte den Humor eines Mexikaners und verstünde seine Witze teilweise besser als seine mexikanischen Freunde! =)
Vielleicht habe ich aber auch einfach nur instinktiv mitgelacht. :-P
Anschließend noch in einen schnieken Club namens "Ming" - da durfte man zwar auch rauchen (wie in allen Clubs hier) aber die Decke war so hoch, dass es sich zumindest ein Stück weit verflogen hat. Diese drei Mexikaner plus Daphne (nicht im bild) waren zudem so lässig und lustig, dass es der bislang schönste Abend war :-]
Beim Treffen mit zwei Mädels für eine Präsentation am nächsten Vormittag war ich entsprechend etwas müde - aber es lief trotzdem gut. Hier das Buch, das ich nun zu beackern habe:
Im Übrigen gab es an der Uni die vergangenen drei Tage auch ein Radio-Forum. Natürlich habe ich - auch wenn nicht die gesamten drei Tage - daran teilgenommen. Viel Neues habe ich nicht erfahren (weil ich es schon wusste - oder nicht verstanden habe), dafür kamen schöne Bilder dabei heraus:
Es waren Radiomacher aus dem ganzen Land mit von der Partie, die einfach - wie wir Studenten auch - daran teilgenommen und nicht einfach irgendwas referiert haben.
Der Menschliche Körper ordnet übrigens Schlagwörter des Radios, wie zum Beispiel Bewusstsein, Wirkung und Nachhaltigkeit.
Und morgen wird euch ein sicherlich ausgepowerter Autor vom Samstag berichten...
Es wurde auch höchste Zeit, hatte schon Entzugserscheinungen...
Das Spiel zu erklären, war natürlich nicht ganz so einfach, aber es hat funktioniert.
Sie haben es anfangs ein bisschen belächelt, sich aber dann aber wie die Schneekönige gefreut, als sie es geschallt haben :)
Die Brechbohne haben sie übrigens kurzerhand "borracha" - also Betrunkene - getauft...
Und so sieht das aus, wenn Mexikaner Bohnen in der Hand haben:
Humanes: Anne, Danny, Julián, Alex, Patrick (von links nach rechs)
Frijoles: jardín, rojo, ojo, soja, vomitar alias borracha, cerda, fuego y azul (im Wert absteigend)
Von Julián habe ich auch mein bislang schönsten Kompliment bekommen. Er meinte ich hätte den Humor eines Mexikaners und verstünde seine Witze teilweise besser als seine mexikanischen Freunde! =)
Vielleicht habe ich aber auch einfach nur instinktiv mitgelacht. :-P
Anschließend noch in einen schnieken Club namens "Ming" - da durfte man zwar auch rauchen (wie in allen Clubs hier) aber die Decke war so hoch, dass es sich zumindest ein Stück weit verflogen hat. Diese drei Mexikaner plus Daphne (nicht im bild) waren zudem so lässig und lustig, dass es der bislang schönste Abend war :-]
Beim Treffen mit zwei Mädels für eine Präsentation am nächsten Vormittag war ich entsprechend etwas müde - aber es lief trotzdem gut. Hier das Buch, das ich nun zu beackern habe:
Im Übrigen gab es an der Uni die vergangenen drei Tage auch ein Radio-Forum. Natürlich habe ich - auch wenn nicht die gesamten drei Tage - daran teilgenommen. Viel Neues habe ich nicht erfahren (weil ich es schon wusste - oder nicht verstanden habe), dafür kamen schöne Bilder dabei heraus:
Es waren Radiomacher aus dem ganzen Land mit von der Partie, die einfach - wie wir Studenten auch - daran teilgenommen und nicht einfach irgendwas referiert haben.
Der Menschliche Körper ordnet übrigens Schlagwörter des Radios, wie zum Beispiel Bewusstsein, Wirkung und Nachhaltigkeit.
Und morgen wird euch ein sicherlich ausgepowerter Autor vom Samstag berichten...
Mittwoch, 1. September 2010
Liebe Studierende, sehr geehrte Autoritäten...
... wir sind Anne und Patrick und halten jetzt einfach mal - so mir nichts dir nichts - ne kleine Rede im Rathaus von Puebla. Da hören dann halt mal so 80 Leute zu: Studierende und Offizielle der unzähligen Universitäten hier - und die Bürgermeisterin. Ein Kameramann und ein paar Fotografen dürfen da natürlich nicht fehlen.
Wie kamen wir zu dieser Ehre?
Unsere Koordinatorin Olivia hat mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, die Intercambios der Stadt in einer kleinen Rede zu repräsentieren. Warum auch immer sie ausgerechnet mich fragt. Es sollte so grob darum gehen, warum wir nach Puebla gekommen sind und was wir uns von unserem Semester erwarten. Naja, erst war ich ob meiner Sprachkenntnisse schon ein bisschen skeptisch, aber irgendwie war es ja auch ne spannende Aufgabe...
Also am Nachmittag mit der Anne mal schnell ne kleine Rede schreiben, und weil wir dann spät dran waren, mit dem Taxi zum Rathaus. Ja - und dann:
Lief an sich auch ganz gut.
Klar, ein bisschen Gestotter und Blamieren gehört da schon dazu... :-P
Und das ist die erstaunlich fesche Bürgermeisterin:
Zur Feier des Tages dann noch ne Runde in einer Bar, in der es als Promo zwei Bier zum Preis von einem, nämlich 20 Pesos gab. Das ist rund 1 Euro 10. Unschlagbar! Ein Taco und ca 8 (Wer zählt bei diesen Preisen schon so genau mit? Bier später:
Wie kamen wir zu dieser Ehre?
Unsere Koordinatorin Olivia hat mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, die Intercambios der Stadt in einer kleinen Rede zu repräsentieren. Warum auch immer sie ausgerechnet mich fragt. Es sollte so grob darum gehen, warum wir nach Puebla gekommen sind und was wir uns von unserem Semester erwarten. Naja, erst war ich ob meiner Sprachkenntnisse schon ein bisschen skeptisch, aber irgendwie war es ja auch ne spannende Aufgabe...
Also am Nachmittag mit der Anne mal schnell ne kleine Rede schreiben, und weil wir dann spät dran waren, mit dem Taxi zum Rathaus. Ja - und dann:
Lief an sich auch ganz gut.
Klar, ein bisschen Gestotter und Blamieren gehört da schon dazu... :-P
Und das ist die erstaunlich fesche Bürgermeisterin:
Zur Feier des Tages dann noch ne Runde in einer Bar, in der es als Promo zwei Bier zum Preis von einem, nämlich 20 Pesos gab. Das ist rund 1 Euro 10. Unschlagbar! Ein Taco und ca 8 (Wer zählt bei diesen Preisen schon so genau mit? Bier später:
Montag, 30. August 2010
Montezuma kann mich mal...
Hoffentlich ernte ich jetzt nicht irgendwelche Drohgebärden von überraschender Weise noch lebenden, rund 500 Jahre alten Azteken, die die deutsche Fahne verbrennen.
Aber die Zeit der Rache ist längst vorbei!
In den ersten rund zwei Wochen gab es noch Probleme in Form von unförmigem Stuhl.
Da hat auch Imodium nichts ausrichten können… aber irgendwann hatte ich die Faxen dicke und habe mir Treda gekauft, ein mexikanisches Durchfallmittel.
Einmal zwei Pillen eingeworfen – und schon war alles gut!
Ich muss allerdings auch gestehen, dass ich es dem lieben Montezuma anfangs sehr leicht gemacht habe. Mit Poncho habe ich an jeder Straßenecke und in jeder Garage typisch mexikanisches Zeug gefuttert. Jeder Mexiko-Reiseführer würde da im Grabe rotieren!
Naja, ein Scheiß-Thema irgendwie…
Dass ich auf das Veröffentlichen von Fotos zu diesem Thema verzichte ist sicher in allseitigem Interesse?! :-P
Stattdessen lieber Bilder aus der Uni. In solchen Räumen und bei solchen Dozentinnen versuche ich etwas zu lernen:
Aber die Zeit der Rache ist längst vorbei!
In den ersten rund zwei Wochen gab es noch Probleme in Form von unförmigem Stuhl.
Da hat auch Imodium nichts ausrichten können… aber irgendwann hatte ich die Faxen dicke und habe mir Treda gekauft, ein mexikanisches Durchfallmittel.
Einmal zwei Pillen eingeworfen – und schon war alles gut!
Ich muss allerdings auch gestehen, dass ich es dem lieben Montezuma anfangs sehr leicht gemacht habe. Mit Poncho habe ich an jeder Straßenecke und in jeder Garage typisch mexikanisches Zeug gefuttert. Jeder Mexiko-Reiseführer würde da im Grabe rotieren!
Naja, ein Scheiß-Thema irgendwie…
Dass ich auf das Veröffentlichen von Fotos zu diesem Thema verzichte ist sicher in allseitigem Interesse?! :-P
Stattdessen lieber Bilder aus der Uni. In solchen Räumen und bei solchen Dozentinnen versuche ich etwas zu lernen:
Meine erste Note für eine Hausaufgabe (Ein Ensayo über einen Dokumentarfilm über die Diktatur des Fernsehens) ist eine überraschend gute 8,0 geworden.
Das Notensystem hier reicht von 0 bis 10. Vermutlich hätte ein Mexikaner keinen einzigen Punkt für die gleiche Arbeit bekommen :-D
Im Übrigen habe ich nun endlich auch zwei Pflanzen im Zimmer. Es wird langsam wohnlich.
Nur die Wände sind noch weiß...
PS: Scheut euch nicht, fleißig zu kommentieren. So funktioniert nämlich das Web 2.0 -
es ist interaktiv und der feed-back-Kanal ist stehts geschaltet ;-)
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